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Machbarkeitsstudie für Großkälteanlagen | KB KälteBeratung

Machbarkeitsstudie für bestehende Großkälteanlagen

Technische Anlagen werden häufig über viele Jahre hinweg erweitert, angepasst oder miteinander kombiniert. Dabei entsteht ein Anlagenpark, dessen einzelne Komponenten ursprünglich für bestimmte energetische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen ausgelegt wurden. Doch diese Bedingungen verändern sich: Energiepreise steigen oder fallen, technische Anforderungen entwickeln sich weiter und auch ökologische Zielsetzungen gewinnen an Bedeutung.

Im Rahmen eines aktuellen Projekts wurde KB KälteBeratung mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie für die zukünftige Kälteversorgung eines großen Produktions- und Logistikstandorts beauftragt.

Machbarkeitsstudie für einen komplexen Anlagenpark
der industriellen Kälteversorgung

Bestandsaufnahme als Grundlage

Der erste Schritt bestand in einer umfassenden Begehung der vorhandenen technischen Bereiche. Dabei wurden die bestehenden Großkälteanlagen sowie die damit verbundenen Komponenten und Versorgungssysteme zunächst grob aufgenommen.

Im Mittelpunkt standen unter anderem:

  • der technische Zustand der vorhandenen Anlagen,
  • die aktuelle Betriebsweise,
  • die Verbindung der einzelnen Systeme untereinander,
  • mögliche energetische Abhängigkeiten,
  • erkennbare Optimierungs- und Modernisierungspotenziale.

Eine solche Erstaufnahme liefert die Grundlage für die anschließende detaillierte Bewertung. Denn nicht nur das Alter oder der Zustand einer einzelnen Anlage ist entscheidend. Mindestens genauso wichtig ist die Frage, wie sinnvoll das gesamte System heute noch zusammenarbeitet.

Was vor zehn Jahren sinnvoll war, muss es heute nicht mehr sein.

Auch wenn sich an der grundsätzlichen Anlagenkonstellation über Jahre hinweg wenig verändert hat, können sich die wirtschaftlichen Voraussetzungen deutlich verschoben haben.

Ein Beispiel hierfür ist die Einbindung eines Blockheizkraftwerks. Ein solches System erzeugt durch die Verbrennung von Gas gleichzeitig Strom und Wärme. Die entstehende Wärme kann wiederum zur Versorgung einer Absorptionskälteanlage genutzt werden.

Ob dieses Zusammenspiel weiterhin wirtschaftlich ist, hängt jedoch von zahlreichen Faktoren ab:

  • Wie haben sich Gas- und Strompreise entwickelt?
  • Wie hoch ist der aktuelle Wärme- und Kältebedarf?
  • Wie effizient arbeiten die einzelnen Komponenten?
  • Ist der erzeugte Strom günstiger als der Strombezug aus dem Netz?
  • Kann die benötigte Kälte durch andere Systeme effizienter bereitgestellt werden?
  • Ist ein Weiterbetrieb, eine Umrüstung oder eine Stilllegung sinnvoller?

Eine Anlage kann technisch weiterhin funktionieren und dennoch wirtschaftlich oder energetisch nicht mehr die beste Lösung darstellen.

 

Nicht nur einzelne Anlagen betrachten

Bei komplexen Standorten reicht es daher nicht aus, jede Kälteanlage isoliert zu bewerten. Entscheidend ist das Zusammenspiel des gesamten Anlagenparks.

Im weiteren Projektverlauf wird untersucht, welche Systeme weiterhin sinnvoll genutzt werden können, wo Modernisierungen erforderlich sind und welche Anlagen möglicherweise ersetzt oder stillgelegt werden sollten. Gleichzeitig wird geprüft, wie bestehende und zukünftige Systeme technisch miteinander verbunden werden können.

Ziel ist ein Konzept, das mehrere Perspektiven berücksichtigt:

Technisch:
Welche Lösung ist zuverlässig, umsetzbar und langfristig betriebssicher?

Energetisch und ökologisch:
Wie lässt sich der Energieeinsatz reduzieren und die vorhandene Energie möglichst sinnvoll nutzen?

Wirtschaftlich:
Welche Investitionen sind notwendig und wie entwickeln sich Betriebs- und Energiekosten über die kommenden Jahre?

Von der Begehung zur Handlungsempfehlung

Nach der ersten Bestandsaufnahme folgt nun die detaillierte Auswertung der erfassten Informationen. Die einzelnen Anlagen, Betriebsweisen und Energieflüsse werden genauer untersucht und miteinander verglichen.

Auf dieser Grundlage entsteht eine Machbarkeitsstudie mit konkreten Empfehlungen für die zukünftige Ausrichtung der Kälteversorgung. Dabei kann das Ergebnis sowohl den Weiterbetrieb einzelner Komponenten als auch deren Modernisierung, Austausch oder Stilllegung vorsehen.

Denn eine zukunftsfähige Kälteversorgung beginnt nicht automatisch mit einer neuen Anlage. Sie beginnt mit einer fundierten Bewertung dessen, was bereits vorhanden ist – und mit der Frage, welche Lösung unter den heutigen Bedingungen technisch, ökologisch und wirtschaftlich wirklich sinnvoll ist.

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